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Burgenlandkreis / Politik

Abwassergebühren in der Unstrut-Finne Region werden steigen

Abwassergebühren in der Unstrut-Finne Region werden steigen

Gestern Abend war es soweit, der AZV Unstrut-Finne beschloss im Bürgerhaus Wetzendorf die Gebührenverordnung für die nächsten drei Jahre. Dies war notwendig geworden da die Burgenlandkäserei im April dicht gemacht wurde, dem Abwasserverband fehlten damit 700.000€. Damit nicht genug auch die Kläranlage Laucha ist nun nicht mehr ausgelastet.

Dem Abwasserzweckverband blieb nichts anderes übrig, als 8.000 Haushalten einen vorläufigen Gebührenbescheid ins Haus zu schicken. Die Bürger staunten nicht schlecht, für einen vier Personen- Haushalt sah der neue Bescheid eine Erhöhung auf bis zu 800 Euro vor. Auch den Abwasserzweckverband bereitete die neue Verordnung, Kummer. Ziemlich zeitig ging er deshalb an die Öffentlichkeit und versuchte mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die Bürger wehrten sich gegen die Gebühren und protestierten. Eine Petition wurde gegründet und 5.000 Unterschriften konnten dem Land Sachsen-Anhalt übergeben werden.

Und die Bürger hatten Erfolg. Denn immerhin hat sich das Land bereit erklärt, einen Großteil der rund 700.000€ zu fördern. Nochmal, das ist ein Novum, das gab es noch nie in der Geschichte von Sachsen-Anhalt. Die Förderung wird keinen 100 Prozent betragen. In den betroffen Verbandsgemeinden hofft man aber auf die höchste Förderung von 90 Prozent. Denn die Differenz muss von den Kommunen getragen werden. Deshalb entbrannte gestern im Bürgerhaus in Wetzendorf eine heftige Diskussion, die Stadt Querfurt meldete bedenken an. Schließlich ist deren Haushaltsvolumen so hoch, das die Stadt keine Beihilfe durch das Land zu erwarten hat. Der Ort sieht sich deshalb im Nachteil.

Dennoch wurde die Abstimmung der Gebühren am Ende knapp von den Vertretern angenommen.

Um die Differenz aufzubringen bedeutet das für einen vier Personen-Haushalt das, dieser künftig statt 2,90 Euro nun künftig 3,90 pro Kubikmeter bezahlen müsste. Für dieses Haushaltsbeispiel hat das zur Folge, dass dich deren jährliche Durchschnittsgebühr um rund 120Euro erhöht. Klar ist das erstmal eine Erleichterung, statt der geplanten 800 Euro erhöht sich der Beitrag nun von 532,23 auf 652,25€. Aber man sollte bedenken, das diese 120Euro, den Bürgern auch weh tun wird.  Und das nicht wenig. Welche Frage sich auch stellt, was passiert nach den drei Jahren, Förderung ? Müssen die Bürger die Gelder dann doch zurückzahlen ?

Noch im Oktober wird der Wirtschaftsplan 2018 beschlossen. Erst mit diesem Plan, können die Gelder beim Land beantragt werden. Danach weiß man welche Förderungen es geben wird. Und erst dann, bekommen die Bürger, Klarheit darüber wieviel sie letztenendes an Abwasserkosten bezahlen müssen.

 

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